Wieso mir die Konkurrenz egal ist

Fast jeder Selbstständige den ich kenne, macht sich zu viele Gedanken über seine Konkurrenz und baut damit unnötigen Stress auf. Hier sind die Gründe, warum ich beschlossen habe damit aufzuhören …

Jeder kennt Stress. Es gibt den positiven und den negativen Stress. Zuviel von beiden Sorten ist schlecht. Vor allem der negative Stress kann zu schlechteren Ess- und Schlafgewohnheiten führen und Beziehungen zu Familie und Freunden fangen an darunter zu leiden. Man fühlt sich plötzlich wie bei einem Dauermarathon.

Fragt man andere Selbstständige, wird häufig zustimmend mit dem Kopf genickt und es wird einem erklärt, dass das einfach zum Business dazugehört. Ich war nicht bereit das so hinzunehmen. Ich wollte meinen Stress nicht mehr…

Auch wenn ich wusste, dass es mir nichts bringt, war ich ständig mit solchen Gedanken beschäftigt.

Also beschloss ich die Ursachen von meinem Stress zu finden und stiess dabei auf einen Punkt, der völlig überflussig und gleichzeitig kontrollierbar ist. Ich machte mir ständig Gedanken über “die anderen” – also meine Konkurrenz.

Ich grübelte über ihre Situation nach und stellte mir Fragen wie:

  • Wie machen sie das?
  • Wieso bekommen sie überhaupt Kunden?
  • Wie kommen sie an die Kunden ran?
  • Nehmen sie mir Kunden weg?
  • Was haben sie in Zukunft vor?
  • Wie kann ich besser sein als sie?

Auch wenn ich wusste, dass es mir nichts bringt, war ich ständig mit solchen Gedanken beschäftigt. Man kann diese Gedanken auch nicht einfach abstellen. So wie ein Raucher nicht einfach aufhören kann zu rauchen.

Trotzdem wollte ich meine Situation verbessern und suchte nach einer Lösung. Ich sprach mit nahen Verwandten, meiner Frau und Freunden. Ich sehe die Welt nun wieder etwas klarer und komme auf folgende Punkte:

Viele Mitbewerber sind gut


Im ersten Moment hört sich das etwas unglaubwürdig an. Wieso gut? Wie kann es gut sein, wenn es hunderte kleine und grosse Web-Businesses gibt?

Vielfalt ist etwas schönes und ein grosser Teil unseres Lebens.

Wenn es viele Mitbewerber gibt, bedeutet das schlussendlich nur, dass es eine Nachfrage für die Dienstleistung oder das Produkt gibt. Und man lernt schon in der Schule, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Es gäbe sonst nur einen Supermarkt, ein Auto, ein paar Schuhe, usw.. Vielfalt ist etwas schönes und ein grosser Teil unseres Lebens. Und selbst wenn Kunden eine grosse Auswahl haben, werden sie früher oder später dort landen wo sie sich wohlfühlen. Also tun wir alles, damit sich unsere Kunden wohlfühlen :-)

Fazit: Statt seine Energie und seine Gedanken an die Konkurrenz zu “verschwenden”, sollte man sie den eigenen Kunden widmen. Das Resultat sind zufriedene Kunden und weit weniger Stress.

Mitbewerber sind keine Feinde


Mitbewerber müssen “ausgeschaltet” oder “ausgestochen” werden. Zumindest wird das häufig propagiert und führt daher oft zu fragwürdigen Taktiken, die die anderen schlecht dastehen lassen oder einen den guten Ruf kosten können. Ist das wirklich notwendig?

Legt man die eigene Strategie nur auf die Übertreffung der Konkurrenz aus, bedeutet das nur eins: Stress. Stress, weil man die Kontrolle über die anderen in den meisten Fällen nicht hat und auch nicht bekommt.

Konkurrenten sind nicht unsere Feinde, die man mit allen Mitteln bekämpfen muss, sondern Mitspieler in einem gemeinsamen Spiel.

Stattdessen legen wir in der korrekt gmbh sehr viel Wert auf ein friedliches Zusammenleben, von dem alle profitieren können. Konkurrenten sind nicht unsere Feinde, die man mit allen Mitteln bekämpfen muss, sondern Mitspieler in einem gemeinsamen Spiel. In diesem Spiel “gewinnt” man aber ausschliesslich durch zufriedene Kunden und Qualitätsarbeit, nicht indem man sich den Kopf über andere zerbricht.

Fazit: Mitbewerber sind genau das: Mitbewerber. Keine Feinde, die man vernichten muss und die einem nur schaden wollen. Sie können sogar zu wertvollen Partnern werden, die einem den entscheidenden Vorteil in diesem “Spiel” liefern können.

Man sollte sich auf sich selbst konzentrieren


Ich ziehe hier jetzt den Vergleich zur Meditation. In der Meditation geht es darum, seinen Fokus auf die eigenen Gedanken und den eigenen Körper zu lenken.

Ausserdem lenkt es mich und damit die Firma vom eigentlichen Ziel ab, nämlich das Beste für unsere Kunden zu erzeugen.

Wiederholte Meditation führt zu einem ausgeglichenen Selbst und erhöhter Aufmerksamkeit, die mit den vielen negativen Erlebnissen, Gedanken und Gewohnheiten besser umgehen können und die viele positive Erkenntnisse bringen.

Vor allem schärft Meditation aber den Blick auf das Wesentliche. Wenn ich mir also ständig Gedanken um die Konkurrenz mache und mich damit selbst aus dem Gleichgewicht bringe, nützt das niemandem etwas.

Ausserdem lenkt es mich und damit die Firma vom eigentlichen Ziel ab, nämlich das Beste für unsere Kunden zu erzeugen. Wenn ich also nicht stabil bin, kann ich es für meine Kunden auch nicht sein.

Fazit: Den Fokus auf das Wesentliche (Kundenzufriedenheit und Qualität) legen – nicht auf etwas, dass man praktisch nicht beeinflussen kann.

Die Konkurrenz ist genauso besorgt wie man selbst


Was ich bisher von vielen anderen Geschäftsführern und Selbstständigen lernen durfte, ist, dass sie mir emotional sehr ähnlich sind.

Wir sitzen alle im gleichen Boot und teilen die gleichen Sorgen und Ängste, haben ein Business zu führen, Löhne zu zahlen und tun alles, um am Leben zu bleiben.

Aber anstatt mich dem Konkurrenz-Stress hinzugeben, überlasse ich das Grübeln und Besorgtsein meinen Mitbewerbern und konzentriere mich auf meine bestehenden und neuen Kunden. Schlussendlich sind sie es, die ein Unternehmen erfolgreich machen und nicht die Mitbewerber.

Patrick

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Wir zeigen Dir, wie wir in den Themen Marketing, Verkauf und Web Development vorgehen und was wir dabei lernen. Zum Nachahmen empfohlen.

Patrick Matsumura
Über den Autor
Patrick Matsumura ist der CEO und Co-Founder der korrekt gmbh. Er schreibt regelmässig auf diesem Blog über die Themen Business Development, Startup-Life und Technik.
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